Zeche Vereinigte Trappe

Die Zeche Vereinigte Trappe war für den Übergang zum Tiefbau der beteiligten Bergwerke Trappe und Vereinigte Wülfingsburg gegründet worden. Die Zeche Vereinigte Wülfingsburg beteiligte sich zu 20 Prozent an den Kosten des für den Übergang zum Tiefbau benötigten Kunstschachtes.

  • 1846: Im Jahr 1846 wurde die Tiefbauanlage, die bis zu diesem Zeitpunkt noch Teil der Zeche Trappe war, aus dem Verbund mit Trappe ausgegliedert. Die weiteren Arbeiten an der Tiefbauanlage wurden gemeinsam von den Bergwerken Trappe und Vereinigte Wülfingsburg durchgeführt. Der Kunstschacht wurde weiter abgeteuft.
  • 1849: Im Jahr 1849 wurde der Kunstschacht bei einer Teufe von 64 Lachtern mit der Erbstollensohle des Trapper Erbstollens durchschlägig. Im selben Jahr begann man mit dem Bau der Maschinengebäude.
  • 1850: Im Jahr 1850 wurde bei einer Teufe von 145 Metern (+ 82 m NN) eine Hilfssohle angesetzt. Noch im selben Jahr wurde bei einer Teufe von 188 Metern (+ 39 m NN) die Wettersohle angesetzt. Der Kunstschacht wurde nach dem Hauptgewerken des Bergwerks umbenannt in Schacht Voerster. Außerdem wurden in diesem Jahr die ersten Kohlen aus dem Tiefbau gefördert.
  • 1851: Im Jahr 1851 wurde ein Plan gefasst, die Schlebuscher Eisenbahn vom Schacht Friedrich der Berechtsame Adler bis zum Schacht Voerster zu verlängern.
  • 1852: Im Jahr 1852 erreichte der Schacht Voerster eine Teufe von 103¾ (=204m) Lachtern. Noch im selben Jahr wurde bei einer Teufe von 204 Metern (+ 9 m NN) die 2. Sohle angesetzt. Der Schacht wurde anschließend weiter geteuft.
  • 1863: Die Seilfahrt im Schacht Voerster wird zugelassen.
  • 1864: Die Seilfahrt im Schacht Friederica wird zugelassen.
  • 1883: Das 1882 begonnene Wetterbohrloch wird zum Wetterschacht erweitert. Die Zeche Vereinigte Schlebusch wird konsolidiert.
  • 1884: Der Wetterschacht geht in Betrieb.
  • 1887: Die Berechtsarme des Schlebuscher Erbstollens wird völlig übernommen.
  • 1893: Die Zeche Wallfisch wird erworben.
  • 1897: Die stillliegende Zeche Freier Vogel wird übernommen.
  • 1898: Der Wetterschacht Wilhlem wird abgeteuft und in Betrieb genommen.
  • 1899: Die Zeche St. Peter wird erworben.
  • 1907: Die Wetteröfen werden durch Ventilatoren ersetzt.
  • 1914: Zwei kleinere Wetterschächte werden aufgegeben. In Betrieb sind die Schächte Voerster und der Wetterschacht Wilhelm.
  • 1916: Durch hereinbrechen der Verfüllmassen aus dem alten Schacht Constanz der ehemaligen Zeche St. Peter wird die Wasserabführung im Dreckbänker Erbstollen unterbrochen, und erst nach Herstellung eines Stollenumbruchs hergestellt.
  • 1925: Die Zeche Vereinigte Trappe wird durch die Gewerkschaft König Ludwig erworben und stillgelegt.
  • 1926: Die Tagesanlagen werden abgebrochen und die Schächte verfüllt.